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<title>Philipp Lenard</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Philipp Lenard</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Philipp Eduard Anton von Lenard</b> (* <a href="7._Juni" title="7. Juni">7. Juni</a> <a href="1862" title="1862">1862</a> in <a href="Bratislava" title="Bratislava">Preßburg</a>; † <a href="20._Mai" title="20. Mai">20. Mai</a> <a href="1947" title="1947">1947</a> in <a href="Messelhausen" title="Messelhausen">Messelhausen</a>) war ein <a href="%C3%96sterreich-Ungarn" title="Österreich-Ungarn">österreichisch-ungarischer</a>, ab 1907 deutscher <a href="Physiker" title="Physiker">Physiker</a>. Für seine grundlegenden Arbeiten über <a href="Kathodenstrahlen" class="mw-redirect" title="Kathodenstrahlen">Kathodenstrahlen</a> und die Entwicklung der Elektronentheorie wurde ihm 1905 der <a href="Nobelpreis_f%C3%BCr_Physik" title="Nobelpreis für Physik">Nobelpreis für Physik</a> verliehen. Ab 1907 Direktor des Instituts für Physik und Radiologie an der <a href="Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg" title="Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg">Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg</a>, wurde er mit dem <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> und im Kampf gegen die Revolutionierung der Physik durch <a href="Albert_Einstein" title="Albert Einstein">Albert Einstein</a> zum Propagandisten von <a href="Nationalismus" title="Nationalismus">Nationalismus</a> und <a href="Geschichte_des_Antisemitismus_bis_1945" title="Geschichte des Antisemitismus bis 1945">Antisemitismus</a>. Ab 1924 trat er öffentlich für die Anführer des <a href="Hitlerputsch" title="Hitlerputsch">Hitlerputsches</a> und die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> ein. Mit der These: „Wissenschaft ist, wie alles was Menschen hervorbringen, <a href="Rassisch" class="mw-redirect" title="Rassisch">rassisch</a>, blutmäßig bedingt“,<sup id="cite_ref-blutmäßig_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-blutmäßig-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurde er zum Wortführer einer „<a href="Deutsche_Physik" title="Deutsche Physik">Deutschen Physik</a>“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Früher_Werdegang"><span id="Fr.C3.BCher_Werdegang"></span>Früher Werdegang</h3></div>
<p>Philipp Lenard wurde 1862 als Sohn eines Tiroler Weinhändlers in <a href="Bratislava" title="Bratislava">Pressburg</a> geboren. Der Familie war 1722 der erbliche Adelstitel verliehen worden, den die Nachkommen ab Ende des 19. Jahrhunderts aber nicht mehr verwendeten. Philipp Lenard besuchte das Königlich-ungarische Gymnasium in Pressburg, wo er in Ungarisch unterrichtet wurde. In seiner Jugend war Lenard ein ungarischer Nationalist. Seine bevorzugte Sprache war Ungarisch, und er weigerte sich vehement, die deutschen geographischen Bezeichnungen für die mehrheitlich ungarische Provinz, in der er lebte, zu verwenden. Seinen Namen schrieb er meist Fülöp Lenard oder auch Lenardi. Er studierte 1880 zunächst in <a href="Universit%C3%A4t_Budapest" class="mw-redirect" title="Universität Budapest">Budapest</a> und <a href="Universit%C3%A4t_Wien" title="Universität Wien">Wien</a> zwei Semester Naturwissenschaften, zog dann aber die Arbeit in der väterlichen Weinhandlung in Pressburg vor. 1883 setzte er seine Studien in <a href="Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg" title="Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg">Heidelberg</a> bei <a href="Georg_Hermann_Quincke" title="Georg Hermann Quincke">Georg Hermann Quincke</a> und <a href="Robert_Bunsen" class="mw-redirect" title="Robert Bunsen">Robert Bunsen</a> fort. Nach einem Studiensemester bei <a href="Hermann_von_Helmholtz" title="Hermann von Helmholtz">Hermann von Helmholtz</a> in <a href="Humboldt-Universit%C3%A4t_zu_Berlin" title="Humboldt-Universität zu Berlin">Berlin</a> wurde er 1886 schließlich in Heidelberg bei Georg Quincke mit einer Arbeit „Ueber die Schwingung fallender Tropfen“ promoviert. Danach war er bis 1889 Assistent bei Quincke im physikalischen Institut der <a href="Ruprecht-Karls-Universit%C3%A4t_Heidelberg" title="Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg">Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg</a>, wo er seine Untersuchungen über <a href="Phosphoreszenz" title="Phosphoreszenz">Phosphoreszenz</a> weiterführte. In den folgenden Jahrzehnten entstanden dabei wegweisende Arbeiten über die Leuchtmechanismen sogenannter <a href="Lenard-Phosphor" class="mw-redirect" title="Lenard-Phosphor">Lenard-Phosphore</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kathodenstrahlen">Kathodenstrahlen</h3></div>
<p>Nach kurzen Zwischenstationen in <a href="London" title="London">London</a> und <a href="Breslau" title="Breslau">Breslau</a> begann er im April 1891 als Assistent von <a href="Heinrich_Hertz" title="Heinrich Hertz">Heinrich Hertz</a> in <a href="Rheinische_Friedrich-Wilhelms-Universit%C3%A4t_Bonn" title="Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn">Bonn</a> zu arbeiten, wo er sich 1892 mit seiner Arbeit <i>Über die Elektricität der Wasserfälle</i> <a href="Habilitation" title="Habilitation">habilitierte</a>. Der <a href="Balloelektrizit%C3%A4t" title="Balloelektrizität">Wasserfallelektrizität</a> und der Gewitterelektrizität widmete er in den folgenden Jahren zahlreiche Veröffentlichungen. Nach dem frühen Tod von Hertz 1894 gab er dessen gesammelte Werke, darunter die bekannten „Prinzipien der Mechanik“, heraus. In Bonn beschäftigte Lenard sich auch mit <a href="Kathodenstrahlen" class="mw-redirect" title="Kathodenstrahlen">Kathodenstrahlen</a>, insbesondere mit deren Durchgang durch dünne Metallschichten. Lenard schrieb darüber eine viel beachtete Abhandlung „Ueber Katodenstrahlen in Gasen von atmosphärischem Druck und im äussersten Vacuum“, die er 1893 einreichte und die 1894 in <i>Poggendorf’s Annalen der Physik</i> erschien.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf Anraten von Hertz benutzte er als Austrittsfenster seiner Röhre nicht mehr <a href="Glimmer" class="mw-redirect" title="Glimmer">Glimmer</a>, sondern Aluminiumfolie, die allerdings 8 mal so dick war wie gewöhnliche. Er untersuchte nahezu alle Materialien, die das Labor aufwies, auf ihr Verhalten unter Einwirkung der austretenden Strahlen. Besonders hervorzuheben sind seine Beobachtungen unter Abs. 9 „Kathodenstrahlen sind photographisch wirksam“, worin er beschrieb, dass auch abgedunkelte photographische Schichten von diesen Strahlen geschwärzt wurden und im Strahl eingebrachte Objekte auf der Photoplatte abgebildet wurden. Die magnetische Ablenkbarkeit der Strahlen ist ebenso beschrieben wie die Tatsache, dass sich in restlos evakuierten Röhren diese Strahlen nicht erzeugen ließen. Ein Restdruck sei erforderlich, was sich später auch beim Betrieb von <a href="R%C3%B6ntgenr%C3%B6hre" title="Röntgenröhre">Röntgenröhren</a> bestätigte. Mit der Entwicklung der nach ihm benannten <a href="Entladungsr%C3%B6hre" class="mw-redirect" title="Entladungsröhre">Entladungsröhre</a> 1892 sowie des „<a href="Lenard-Fenster" title="Lenard-Fenster">Lenard-Fensters</a>“ ergab sich zum ersten Mal die Möglichkeit, Kathodenstrahlen unabhängig vom <a href="Gasentladung" title="Gasentladung">Entladungsvorgang</a> zu untersuchen. Seine Experimente trugen zur Klärung der korpuskularen Natur der Kathodenstrahlen bei, wobei die Priorität der Entdeckung des Elektrons zu seiner Verbitterung 1897 bei <a href="Joseph_John_Thomson" title="Joseph John Thomson">Joseph John Thomson</a> lag. Lenard schuf mit der Fortsetzung der von Hertz durchgeführten Kathodenstrahl-Experimente die Grundlage für die Entdeckung von <a href="Bremsstrahlung" title="Bremsstrahlung">Bremsstrahlen</a> durch <a href="Wilhelm_Conrad_R%C3%B6ntgen" title="Wilhelm Conrad Röntgen">Wilhelm Conrad Röntgen</a> im Jahr 1895.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zudem beschaffte er Röntgen eine Entladungsröhre und ein Lenard-Fenster aus seinen eigenen Beständen, die für die Entdeckung der <a href="R%C3%B6ntgenstrahlung" title="Röntgenstrahlung">X-Strahlen</a> ebenfalls unentbehrlich waren. Nachdem Röntgen für die Entdeckung der X-Strahlen berühmt geworden war, beschuldigte Lenard ihn, ihm die Entdeckung geraubt zu haben.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><br>
Die Auseinandersetzung darüber schwelte noch Jahrzehnte und flammte Ende der 30er Jahre erneut auf. So sahen sich E. Brüche und A. <a href="Alfred_Recknagel" title="Alfred Recknagel">Recknagel</a> als Herausgeber der Schrift <i>Elektronengeräte</i>,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die der Lenardröhre neben der Röntgenröhre gebührend Raum einräumte, zu Anmerkungen veranlasst: „Trotzdem wollen wir der grundsätzlichen Verwandtschaft zwischen Lenard- und Röntgenröhre durch gemeinsame Behandlung beider Geräte und die Unterstreichung einheitlicher Gesichtspunkte Rechnung tragen, ohne uns damit in den Streit einmischen zu wollen, der leider kürzlich über Röntgen’s große Entdeckung geführt wurde“ (S. 189). Darin aber auch: „[…]In dieser Hinsicht könnte man die Röntgenröhre als Spezialfall der Lenardröhre auffassen.“ (S. 190)
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lichtelektrischer_Effekt">Lichtelektrischer Effekt</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Photoelektrischer_Effekt" title="Photoelektrischer Effekt">Photoelektrischer Effekt</a></i></div>
<p>Nach weiteren Zwischenstationen in <a href="Universit%C3%A4t_Breslau" title="Universität Breslau">Breslau</a>, <a href="RWTH_Aachen" title="RWTH Aachen">Aachen</a> und Heidelberg wurde er 1898 Ordinarius an der <a href="Christian-Albrechts-Universit%C3%A4t_zu_Kiel" title="Christian-Albrechts-Universität zu Kiel">Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</a>. Hier standen ihm erstmals uneingeschränkte experimentelle Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung.
</p><p>1900 führte er dort die durch <a href="Heinrich_Rudolf_Hertz" class="mw-redirect" title="Heinrich Rudolf Hertz">Heinrich Hertz</a> (1886) und <a href="Wilhelm_Hallwachs_(Physiker)" title="Wilhelm Hallwachs (Physiker)">Wilhelm Hallwachs</a> (1887 <a href="Hallwachs-Effekt" class="mw-redirect" title="Hallwachs-Effekt">Hallwachs-Effekt</a>) begonnenen Untersuchungen des <a href="Fotoelektrischer_Effekt" class="mw-redirect" title="Fotoelektrischer Effekt">lichtelektrischen Effekts</a> fort. Im gleichen Jahr fand er aufgrund quantitativer Untersuchungen heraus, dass (1) die Zahl der austretenden Elektronen bei wachsender Lichtintensität bestrahlter blanker Metalle wächst. Nicht wächst damit jedoch (2) ihre Energie, die ausschließlich von der Frequenz des eingestrahlten Lichts abhängig ist. (3) Der lichtelektrische Effekt setzt auch bei schwächster Lichtintensität sofort in seiner vollen und endgültigen Stärke ein. (4) Bei wachsender Frequenz des Lichts setzt der Photoeffekt bei einer scharfen Grenzwellenlänge ein, die bei jedem Metall verschieden ist. - Die Deutung dieser Fakten gelang erst 1905 durch <a href="Albert_Einstein" title="Albert Einstein">Albert Einstein</a> mit seiner <a href="Photon" title="Photon">Lichtquantenhypothese</a>. Einstein stützte sich dabei auch auf die <a href="Quantentheorie" class="mw-redirect" title="Quantentheorie">Quantentheorie</a> (1900) von <a href="Max_Planck" title="Max Planck">Max Planck</a>.<sup id="cite_ref-WestphalKLPH_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-WestphalKLPH-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Atommodell">Atommodell</h3></div>
<p>Aus Absorptionsmessungen von Kathodenstrahlen entwickelte er 1903 sein „<a href="Dynamidenmodell" title="Dynamidenmodell">Dynamidenmodell</a>“ des <a href="Atom" title="Atom">Atoms</a>, wonach das Atom letztlich gewichtslos sein musste und die Wirkungszentren sich nur auf einen Bruchteil des Raumes konzentrierten. Damit brach Lenard erstmals mit der damaligen Vorstellung vom Atom als einem massiven Gebilde und lieferte ein wichtiges Vorläufermodell des 1910/1911 von <a href="Ernest_Rutherford" title="Ernest Rutherford">Ernest Rutherford</a> durch <a href="Streuversuch" class="mw-redirect" title="Streuversuch">Streuversuche</a> mit <a href="Alphastrahlung" title="Alphastrahlung">Alphateilchen</a> entwickelten <a href="Atommodell" class="mw-redirect" title="Atommodell">Atommodells</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nobelpreis_für_Physik_1905"><span id="Nobelpreis_f.C3.BCr_Physik_1905"></span>Nobelpreis für Physik 1905</h3></div>
<p>Die Jahre in Kiel waren die produktivsten und kreativsten in Lenards Leben. 1905 erhielt Lenard für seine Arbeiten über die <a href="Kathodenstrahlen" class="mw-redirect" title="Kathodenstrahlen">Kathodenstrahlen</a> den <a href="Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4ger_f%C3%BCr_Physik" title="Liste der Nobelpreisträger für Physik">Nobelpreis für Physik</a>. Er beschäftigte sich außerdem mit der Ionisierung der Luft durch ultraviolettes Licht (<a href="Ultraviolettstrahlung#Wechselwirkung" title="Ultraviolettstrahlung">Lenard-Effekt</a>), dessen Grundlagen seine früheren Arbeiten über Wasserfall- und Gewitterelektrizität waren, sowie mit Bogen- und Metallspektren und meteorologischen Themen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Radiologisches_Institut_Heidelberg">Radiologisches Institut Heidelberg</h3></div>
<p>1907 übernahm er die Nachfolge seines Lehrers <a href="Georg_Hermann_Quincke" title="Georg Hermann Quincke">Quincke</a> in Heidelberg als Ordinarius der Physik und Direktor des physikalischen Instituts. 1913 baute er dort mit dem Radiologischen Institut eines der zur damaligen Zeit modernsten und größten physikalischen Institute in Deutschland auf; er leitete es bis zu seiner Emeritierung 1932. In Heidelberg verlagerte sich jedoch der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Aktivität zunehmend von der experimentellen Forschung auf das Erstellen zusammenfassender Darstellungen. In den Kriegsjahren 1914–1918 verfasste er zahlreiche Artikel für das <i>Handbuch der Physik</i>.
</p><p>Während seiner Amtszeit in Heidelberg entstand ein Großteil seiner antisemitischen Zeugnisse.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lenard_und_die_Deutsche_Physik">Lenard und die Deutsche Physik</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ende_der_Forschungsarbeit">Ende der Forschungsarbeit</h3></div>
<p>Unter dem Eindruck des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkriegs</a>, des <a href="Versailler_Vertrag" class="mw-redirect" title="Versailler Vertrag">Versailler Vertrags</a> und der <a href="Weimarer_Republik" title="Weimarer Republik">Weimarer Republik</a> wandte sich der überzeugte Monarchist, der im September 1914 das <a href="Manifest_der_93" title="Manifest der 93">Manifest der 93</a> unterzeichnet hatte, zunehmend antisemitischen Ansichten zu. Die <a href="Relativit%C3%A4tstheorie" title="Relativitätstheorie">Relativitätstheorie</a> und die <a href="Quantenmechanik" title="Quantenmechanik">Quantenmechanik</a> verstand er nicht. Er lehnte sie als abstrakt und wirklichkeitsfremd ab. Aufgrund einer verbreiteten <a href="Kritik_an_der_Relativit%C3%A4tstheorie" title="Kritik an der Relativitätstheorie">Antirelativismus</a>-Diskussion stand er mit dieser Haltung allerdings nicht allein. Lenard arbeitete an einer <a href="%C3%84ther_(Physik)" title="Äther (Physik)">Äther-Theorie</a>, die das <a href="Michelson-Morley-Experiment" title="Michelson-Morley-Experiment">Michelson-Morley-Experiment</a> oder die <a href="Periheldrehung" class="mw-redirect" title="Periheldrehung">Periheldrehung</a> des Merkur, die damals mithilfe der Relativitätstheorie gedeutet wurden, im Rahmen der klassischen Physik zu deuten versuchte.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er griff mit heftiger Polemik auch die Person <a href="Albert_Einstein" title="Albert Einstein">Albert Einsteins</a> in Zeitungsartikeln und Vorträgen an. Höhepunkt war dabei die öffentliche Auseinandersetzung mit Einstein am 23. September 1920 über die Allgemeine Relativitätstheorie auf der renommierten Tagung der <a href="Gesellschaft_Deutscher_Naturforscher_und_%C3%84rzte" title="Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte">Naturforscher und Ärzte</a> in <a href="Bad_Nauheim" title="Bad Nauheim">Bad Nauheim</a>, der Nauheimer Diskussion. Fortan bezeichnete Lenard die Allgemeine Relativitätstheorie als „Judenbetrug“.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Lenards Heidelberger Schüler <a href="Emil_Rupp" title="Emil Rupp">Emil Rupp</a>, der 1920 bei ihm summa cum laude promoviert wurde, wandte sich der Relativitätstheorie zu und habilitierte 1926 mit einer hinter Lenards Rücken verfassten Arbeit über <a href="Kanalstrahlen" title="Kanalstrahlen">Kanalstrahlen</a>, die angeblich Einsteins Theorie des <a href="Welle-Teilchen-Dualismus" title="Welle-Teilchen-Dualismus">Welle-Teilchen-Dualismus</a> experimentell bestätigte. In einem Brief an <a href="Wilhelm_Wien" title="Wilhelm Wien">Wilhelm Wien</a> 1927<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bezweifelte Lenard, dass dieses Experiment in seinem Labor überhaupt gemacht worden sei. Rupp wurde 1935 als Fälscher entlarvt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Missachtung_der_Staatstrauer_für_Walther_Rathenau"><span id="Missachtung_der_Staatstrauer_f.C3.BCr_Walther_Rathenau"></span>Missachtung der Staatstrauer für Walther Rathenau</h3></div>
<p>Nach der Ermordung <a href="Walther_Rathenau" title="Walther Rathenau">Walther Rathenaus</a> am 24. Juni 1922 weigerte sich Lenard, die vom Land <a href="Baden_(Land)" title="Baden (Land)">Baden</a> angeordnete Staatstrauer und die vom Rektorat der Universität verordnete Schließung zu befolgen. Am Physikalischen Institut ließ er keine Trauerbeflaggung vornehmen, ignorierte den öffentlichen Ruhetag und hielt demonstrativ ein Seminar ab: Wegen eines toten Juden, hatte der Professor geäußert, lasse er seine Studenten nicht müßig gehen.<sup id="cite_ref-Zuck_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Zuck-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als dieses in der Stadt bekannt wurde, protestierte am 27. Juni eine aufgebrachte Menschenmenge vor dem Institut. Sie wurde aus dem Gebäude heraus mit Wasser aus Feuerwehrschläuchen angegriffen. Unter den Demonstranten befand sich auch der Sozialdemokrat <a href="Carlo_Mierendorff" title="Carlo Mierendorff">Carlo Mierendorff</a>, der nach Zuckmayer mit einem Arbeitertrupp in Lenards Institut eindrang und den Professor in Schutzhaft nahm. „Das Institut wurde der Verordnung gemäß geschlossen, ohne daß sich dabei irgendeine Gewalttat ereignete, der Professor nach einigen Stunden wieder freigelassen. Außer dieser kurzen Sistierung war ihm nichts geschehen.“<sup id="cite_ref-Zuck_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-Zuck-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Gegen Mierendorff wurde danach eine gerichtliche Anklage wegen Hausfriedensbruchs erhoben, und ihm drohte kurz vor seiner Promotion die Relegation durch die Universität. „In beiden Fällen erzielte er durch seine brillante Verteidigung und die positive Stellungnahme aller freiheitlichen Professoren einen bedingungslosen Freispruch.“<sup id="cite_ref-Zuck_11-2" class="reference"><a href="#cite_note-Zuck-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Lenard dagegen wurde vom zuständigen Minister <a href="Willy_Hellpach" title="Willy Hellpach">Willy Hellpach</a> vom Dienst suspendiert. Er reagierte mit einem Entlassungsgesuch. Nach Interventionen von Kollegen und Studenten wurden Suspendierung und Rücktritt zurückgenommen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Im gleichen Jahr verlor Lenard infolge der <a href="Inflation" title="Inflation">Inflation</a> sein gesamtes Vermögen und sein einziger Sohn starb. Auch der Wissenschaftsbetrieb hielt eine Enttäuschung für ihn bereit, als Albert Einstein der Nobelpreis für die quantentheoretische Deutung des lichtelektrischen Effekts zugesprochen wurde, zu der Lenard selbst auf experimenteller Ebene einen Beitrag geleistet hatte. Begeistert nahm Lenard jedoch <a href="Hans_F._K._G%C3%BCnther" title="Hans F. K. Günther">Hans F. K. Günthers</a> „<i>Rassenkunde des deutschen Volkes</i>“ auf und wandte sich dem <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> zu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unterstützung_der_NSDAP"><span id="Unterst.C3.BCtzung_der_NSDAP"></span>Unterstützung der NSDAP</h3></div>
<p>Mit <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitler</a> nahm Lenard erstmals in einem Brief vom 27. September 1923 Kontakt auf. Darin bot er Hitler an, Kontakte zum <a href="Alldeutscher_Verband" title="Alldeutscher Verband">Alldeutschen Verband</a> zu vermitteln. Dieser Brief wurde von <a href="Johannes_Stark" title="Johannes Stark">Johannes Stark</a> an Hitler weitergereicht.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Johannes Stark und Lenard waren die ersten namhaften Wissenschaftler, die öffentlich für die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> eintraten. In ihrem gemeinsamen Aufruf „Hitlergeist und Wissenschaft“, der am 8. Mai 1924 in der „Großdeutschen Zeitung“ erschien, bekannten sie sich zum <a href="Parteiprogramm_der_NSDAP" class="mw-redirect" title="Parteiprogramm der NSDAP">Parteiprogramm der NSDAP</a> und zu den Anführern des sechs Monate zurückliegenden <a href="Hitlerputsch" title="Hitlerputsch">Putschversuches vom 9. November 1923</a>: Hitler, <a href="Erich_Ludendorff" title="Erich Ludendorff">Erich Ludendorff</a> und <a href="Ernst_P%C3%B6hner" title="Ernst Pöhner">Ernst Pöhner</a>.
</p><p>1926 kam es zu einem persönlichen Zusammentreffen mit Hitler in Heidelberg. 1928 wurde Lenard ein öffentlicher Förderer der <a href="V%C3%B6lkische_Bewegung" title="Völkische Bewegung">völkisch</a> gesinnten, <a href="Geschichte_des_Antisemitismus_bis_1945" title="Geschichte des Antisemitismus bis 1945">antisemitischen</a> <i>Nationalsozialistischen Gesellschaft für Deutsche Kultur</i>, die 1931 als <a href="Kampfbund_f%C3%BCr_deutsche_Kultur" title="Kampfbund für deutsche Kultur">Kampfbund für deutsche Kultur</a> neu gegründet wurde und zu dessen Gründungsmitgliedern auch Lenard gehörte.<sup id="cite_ref-Klee366_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-Klee366-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1929 wurde Lenard Ehrenmitglied im Bund völkischer Lehrer.<sup id="cite_ref-Klee366_15-1" class="reference"><a href="#cite_note-Klee366-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach seiner Emeritierung 1932 erhielt Lenard im <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">nationalsozialistischen Regime</a> zahlreiche Ehrungen als führender Vertreter der Physik, darunter bereits 1933 den <a href="Adlerschild_des_Deutschen_Reiches" title="Adlerschild des Deutschen Reiches">Adlerschild des Deutschen Reiches</a>.<sup id="cite_ref-Klee366_15-2" class="reference"><a href="#cite_note-Klee366-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings nahm sein Einfluss im Zweiten Weltkrieg ab. 1935 wurde das Physikalische Institut der Universität Heidelberg in „Philipp-Lenard-Institut“ umbenannt.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Von 1933 bis 1946 war er Mitglied des Senats der <a href="Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft" title="Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft">Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft</a>.
</p><p>Lenard wurde Mitglied des <a href="Reichsinstitut_f%C3%BCr_Geschichte_des_Neuen_Deutschlands" class="mw-redirect" title="Reichsinstitut für Geschichte des Neuen Deutschlands">Reichsinstituts für Geschichte des Neuen Deutschlands</a>, wobei er als Beirat in der sogenannten „<i>Forschungsabteilung <a href="Judenfrage" title="Judenfrage">Judenfrage</a></i>“ tätig wurde.<sup id="cite_ref-Klee366_15-3" class="reference"><a href="#cite_note-Klee366-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er übernahm dort 1936 die Leitung des Referats <i>Das Judentum in der Naturwissenschaft.</i><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach Aufhebung der Aufnahmesperre trat Lenard zum 1. Mai 1937 der <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> bei (Mitgliedsnummer 4.130.000)<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und wurde mit dem <a href="Goldenes_Parteiabzeichen_der_NSDAP" title="Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP">Goldenen Parteiabzeichen</a> geehrt. Die gleichgeschaltete <a href="Preu%C3%9Fische_Akademie_der_Wissenschaften" title="Preußische Akademie der Wissenschaften">Preußische Akademie der Wissenschaften</a>, deren korrespondierendes Mitglied er seit 1909 war, ernannte Lenard 1942 zum Ehrenmitglied. Diese Auszeichnung wurde ihm am 30. Juni 1946 aberkannt. Bereits 1909 war er zum ordentlichen Mitglied der <a href="Heidelberger_Akademie_der_Wissenschaften" title="Heidelberger Akademie der Wissenschaften">Heidelberger Akademie der Wissenschaften</a> gewählt worden, aus der er 1934 wieder ausgetreten war.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Initiator_einer_„arischen_Physik“"><span id="Initiator_einer_.E2.80.9Earischen_Physik.E2.80.9C"></span>Initiator einer „arischen Physik“</h3></div>
<p>In den folgenden Jahren vertrat neben ihm und <a href="Johannes_Stark" title="Johannes Stark">Johannes Stark</a> eine Gruppe von etwa 30 Physikern die „<a href="Deutsche_Physik" title="Deutsche Physik">Deutsche Physik</a>“. Sie lehnten Teile der modernen theoretischen Physik als „dogmatisch-dialektische“ Hervorbringung ab. Nach Lenards Auffassung war Naturerkenntnis rassisch bedingt, und die arische Rasse habe hierfür die besten Voraussetzungen. In der Geschichte der Naturwissenschaften hatte gemeinhin Italien als das Geburtsland der modernen Physik gegolten.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gefordert wurde die Anschaulichkeit der Modelle, und im Zentrum der Physik sollte das Experiment stehen. Theoretische Überlegungen sollten „auf dem festen Boden der klassischen Physik“ aufbauen. Die Quantentheorie wurde zwar von Lenard abgelehnt, aber von anderen Vertretern der „Deutschen Physik“ akzeptiert,<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die von Albert Einstein entwickelte Relativitätstheorie dagegen weitgehend ignoriert. Die Lorentz-Kontraktion wurde jedoch von einigen Anhängern der Deutschen Physik als Erklärungsmöglichkeit für den negativen Ausgang des Michelson-Experiments in Erwägung gezogen.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1936 erschien Lenards Lehrwerk <i>Deutsche Physik in vier Bänden</i>. Es beschreibt nur Gebiete der <a href="Klassische_Physik" title="Klassische Physik">klassischen Physik</a> und behandelt weder Relativitätstheorie noch Quantenmechanik. Entdeckungen der modernen Physik werden stattdessen durch die <a href="%C3%84ther_(Physik)" title="Äther (Physik)">Äthertheorie</a> und ein Atommodell Johannes Starks erklärt. Im Vorwort seines Lehrbuchs befindet sich die folgende Passage, die als das informelle Programm der deutschen Physik aufgefasst wird: <i>„Deutsche Physik?“ wird man fragen. Ich hätte auch arische Physik oder Physik der nordisch gearteten Menschen sagen können, Physik der Wirklichkeits-Ergründer, der Wahrheits-Suchenden, Physik derjenigen, die Naturforschung begründet haben. […] In Wirklichkeit ist die Wissenschaft, wie alles, was Menschen hervorbringen, rassisch, blutmäßig bedingt.</i><sup id="cite_ref-blutmäßig_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-blutmäßig-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Innerhalb der Bewegung der <i>Deutschen Physik</i> blieb er – im Unterschied zu <a href="Johannes_Stark" title="Johannes Stark">Johannes Stark</a> – der intellektuelle Part und beteiligte sich kaum an politischen Aktivitäten.
</p><p>1936<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurde Lenard von Adolf Hitler mit dem <i>Preis der NSDAP für Kunst und Wissenschaft</i> ausgezeichnet.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im November 1940 kam es zu einer heute als „Münchner Religionsgespräch“ bezeichneten Aussprache zwischen Vertretern der <i>Deutschen Physik</i> (<a href="Rudolf_Tomaschek" title="Rudolf Tomaschek">Rudolf Tomaschek</a>, der Experimentalphysiker<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Alfons Bühl, Ludwig Wesch und <a href="Wilhelm_M%C3%BCller_(Physiker)" title="Wilhelm Müller (Physiker)">Wilhelm Müller</a>) und der modernen Physik (unter anderem <a href="Carl_Ramsauer" title="Carl Ramsauer">Carl Ramsauer</a>, <a href="Georg_Joos" title="Georg Joos">Georg Joos</a>, <a href="Hans_Kopfermann" title="Hans Kopfermann">Hans Kopfermann</a> und <a href="Carl_Friedrich_von_Weizs%C3%A4cker" title="Carl Friedrich von Weizsäcker">Carl Friedrich von Weizsäcker</a>). Darin sollten die Vertreter der <i>Deutschen Physik</i> wissenschaftlich unverrückbare Tatsachen der modernen Physik öffentlich anerkennen und die politischen Angriffe dagegen einstellen. Die schriftliche Vereinbarung hielt folgendes fest:<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ol><li>Die <a href="Theoretische_Physik" class="mw-redirect" title="Theoretische Physik">theoretische Physik</a> mit allen mathematischen Hilfsmitteln ist ein notwendiger Bestandteil der Gesamtphysik.</li>
<li>Die in der speziellen Relativitätstheorie zusammengefassten Erfahrungstatsachen gehören zum festen Bestandteil der Physik. Die Sicherheit der Anwendung der speziellen Relativitätstheorie ist jedoch nicht so groß, dass eine weitere Nachprüfung unnötig wäre.</li>
<li>Die vierdimensionale Darstellung von Naturvorgängen ist ein brauchbares mathematisches Hilfsmittel; sie bedeutet aber nicht die Einführung einer neuen Raum- und Zeitanschauung.</li>
<li>Jede Verknüpfung der Relativitätstheorie mit einem allgemeinen Relativismus wird abgelehnt.</li>
<li>Die Quanten- und Wellenmechanik ist das einzige zurzeit bekannte Hilfsmittel zur quantitativen Erfassung der Atomvorgänge. Es ist erwünscht, über den Formalismus und seine Deutungsvorschriften hinaus zu einem tieferen Verständnis der Atome vorzudringen.</li></ol>
<p>Mit dieser Erklärung verlor die <i>Deutsche Physik</i> an Einfluss und hatte zuletzt keine Bedeutung mehr. Lenard selbst sah seine Vorstellungen nicht hinreichend vertreten und wertete die Erklärung als Verrat. Die Vertreter der modernen Physik hingegen konnten mit dieser Auflistung von Selbstverständlichkeiten leben.
</p><p>1944 wurde ein Teil seines physikalischen Instituts nach <a href="Messelhausen" title="Messelhausen">Messelhausen</a> in Baden verlagert. Lenards Bindung an das Institut war so stark, dass er mitzog. 1945 verschonten ihn die Amerikaner wegen seines hohen Alters mit <a href="Entnazifizierung" title="Entnazifizierung">Entnazifizierungsmaßnahmen</a>. Er starb 1947 in Messelhausen. Sein Nachlass lagert heute im <a href="Deutsches_Museum" title="Deutsches Museum">Deutschen Museum</a> in München.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ehrungen">Ehrungen</h2></div>
<p>Lenard wurde durch Preise zahlreicher Akademien geehrt. Er erhielt 1896 die <a href="Rumford-Medaille" title="Rumford-Medaille">Rumford-Medaille</a> der <a href="Royal_Society" title="Royal Society">Royal Society</a> sowie die <a href="Matteucci-Medaille" title="Matteucci-Medaille">Matteucci-Medaille</a> der <a href="Accademia_Nazionale_delle_Scienze" title="Accademia Nazionale delle Scienze">Italienischen Gesellschaft der Wissenschaften</a>. 1897 verlieh ihm die <a href="Acad%C3%A9mie_des_sciences" title="Académie des sciences">Französische Akademie der Wissenschaften</a> den <i>Prix La Caze</i> und 1932 erhielt er die amerikanische <a href="Benjamin_Franklin_Medal_(Franklin_Institute)" title="Benjamin Franklin Medal (Franklin Institute)">Franklin-Medaille</a>. 1936 erhielt er den <i>Preis der NSDAP für Kunst und Wissenschaft</i>.
</p><p>Straßen, die nach ihm benannt waren, wurden später umbenannt, so z. B. 1966 die Lenardstraße in der Münchener Siedlung <a href="Alte_Heide_(M%C3%BCnchen)" title="Alte Heide (München)">Alte Heide</a> in <a href="Domagkstra%C3%9Fe" title="Domagkstraße">Domagkstraße</a>, 2006 die Philipp-Lenard-Straße in <a href="Lemgo" title="Lemgo">Lemgo</a> in <a href="James_Franck" title="James Franck">James-Franck</a>-Straße, 2008 die Philipp-Lenard-Gasse in <a href="Klagenfurt_am_W%C3%B6rthersee" title="Klagenfurt am Wörthersee">Klagenfurt</a> in <a href="Karl_Landsteiner" title="Karl Landsteiner">Karl-Landsteiner</a>-Gasse. 2015 benannte die Stadt <a href="Gatineau" title="Gatineau">Gatineau</a> in der kanadischen Provinz Quebec eine Rue Philipp Lenard in Rue Albert Einstein um.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="L%C3%BCbeck" title="Lübeck">Lübeck</a> beschloss die <a href="B%C3%BCrgerschaft_(Vertretungsorgan)" title="Bürgerschaft (Vertretungsorgan)">Bürgerschaft</a> im Januar 2019 die Umbenennung der dortigen Lenardstraße.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 16. November 2020 wurde die Straße offiziell in <a href="Rosalind_Franklin" title="Rosalind Franklin">Rosalind-Franklin</a>-Straße umbenannt.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine nach Lenard benannte Straße (Lenardova ulica) gibt es in Lenards Geburtsstadt Pressburg (<a href="Bratislava" title="Bratislava">Bratislava</a>) im Stadtteil <a href="Petr%C5%BEalka" title="Petržalka">Petržalka</a>.
</p><p>Die Namensträgerschaft für den Mondkrater <a href="Lenard_(Mondkrater)" title="Lenard (Mondkrater)">Lenard</a> wurde 2020 aberkannt.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schriften">Schriften</h2></div>
<ul><li><i>Über Kathodenstrahlen.</i> 1905; 2. Auflage 1920.</li>
<li><i>Quantitatives über Kathodenstrahlen aller Geschwindigkeiten.</i> 1918; 2. Auflage 1925.</li>
<li><i>Über Relativitätsprinzip, Äther und Gravitation.</i> 1918; 2. Auflage 1921.</li>
<li><i>Große Naturforscher: Eine Geschichte der Naturforschung in Lebensbeschreibungen.</i> <a href="J.F._Lehmanns_Verlag" class="mw-redirect" title="J.F. Lehmanns Verlag">J.F. Lehmanns Verlag</a>, München 1929. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/PhilippLenardGrosseNaturforscher/page/n3/mode/2up">(Digitalisat der 6. Auflage, 1943)</a>.</li>
<li><i>Deutsche Physik in vier Bänden.</i> J.F. Lehmanns Verlag, München 1936–1937. (Mehrere Auflagen) <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/PhilippLenardDeutschePhysikBand1">(Digitalisat der 4. Auflage, 1944)</a>.</li>
<li><i>Ideelle Kontinentalsperre.</i> <a href="Franz-Eher-Verlag" title="Franz-Eher-Verlag">Eher</a>, München 1940 (parteipolitisch motivierter Nachdruck seiner 1914 veröffentlichten Broschüre <i>England und Deutschland zur Zeit des großen Krieges</i>).</li>
<li><i>Wissenschaftliche Abhandlungen aus den Jahren 1886–1932.</i> 3 Bände. Hirzel, Leipzig 1942–44.</li>
<li><i>Wissenschaftliche Abhandlungen.</i> Band 4. Hrsg. und kommentiert von Charlotte Schönbeck. GNT-Verlag, Diepholz/Berlin 2003, ISBN 3-928186-35-3.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Andreas_Kleinert_(Wissenschaftshistoriker)" title="Andreas Kleinert (Wissenschaftshistoriker)">Andreas Kleinert</a>, Charlotte Schönbeck: <i>Lenard und Einstein: Ihr Briefwechsel und ihr Verhältnis vor der Nauheimer Diskussion von 1920.</i> In: <i><a href="Gesnerus_(Zeitschrift)" title="Gesnerus (Zeitschrift)">Gesnerus</a>.</i> Band 35, Nr. 3/4, 1973, S. 318–333.</li>
<li>Ernst Brüche, Hugo Marx: <i>Der Fall Philipp Lenard: Mensch und „Politiker“.</i> In: <i><a href="Physikalische_Bl%C3%A4tter" class="mw-redirect" title="Physikalische Blätter">Physikalische Blätter</a>.</i> Band 23, Heft 6, 1967, S. 262–267.</li>
<li>Arne Schirrmacher: <i>Philipp Lenard: Erinnerungen eines Naturforschers, Erinnerungen eines Naturforschers, der Kaiserreich, Judenherrschaft und Hitler erlebt hat.</i> Kritische annotierte Ausgabe des Original<a href="Typoskript" title="Typoskript">typoskriptes</a> von 1931/1943. Springer, Berlin 2010, ISBN 978-3-540-89047-8.</li>
<li>Rudolf Tomaschek: <i>Philipp Lenard: Zu seinem 80. Geburtstag am 7. Juni 1942.</i> In: <i>Völkischer Beobachter</i>. 6./7. Juni 1942, Nr. 157/158, S. 5.</li>
<li>Sören Flachowsky: <i>Lenard Philipp</i>. In: <a href="Wolfgang_Benz" title="Wolfgang Benz">Wolfgang Benz</a> (Hrsg.): <i><a href="Handbuch_des_Antisemitismus" title="Handbuch des Antisemitismus">Handbuch des Antisemitismus</a> – Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.</i> Band 2/1, de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-24072-0, S. 468f. teilweise auch online einsehbar <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=Q9DXouKcmZAC&pg=PA468">S. 468 f. books.google</a> zuletzt eingesehen am 16. Dezember 2013.</li>
<li>Christian Peters, Arno Weckbecker: <i>Auf dem Weg zur Macht. Zur Geschichte der NS-Bewegung in Heidelberg 1920–1934. Dokumente und Analysen</i>. Mit einem Vorwort von <a href="Hartmut_Soell" title="Hartmut Soell">Hartmut Soell</a>. Zeitsprung, Heidelberg 1983, ISBN 3-924085-00-5.</li>
<li><a href="Klaus_Hentschel" title="Klaus Hentschel">Klaus Hentschel</a> (Hrsg.): <i>Physics and National Socialism. An Anthology of Primary Sources.</i> Birkhäuser, Basel 1996, ISBN 978-3-7643-5312-4. 2. Auflage 2011.(<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bookmetrix.com/detail/book/3f634ad3-ee5e-452d-8ad0-1569b5b5c61c#citations">Nähere Angaben zu dem Buch vom Verlag</a>)</li>
<li>Andreas Kleinert: <i>Von Preßburg nach Heidelberg: Philipp Lenard und die Schwierigkeiten einer Biographie</i>. In: Peter Zigmann (Hrsg.): <i>Die biographische Spur in der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte.</i> Jena 2006, ISBN 978-3-938203-45-3, S. 195–203.</li>
<li><a href="Klaus-Peter_Schroeder" title="Klaus-Peter Schroeder">Klaus-Peter Schroeder</a>: <i>Philipp Lenard: „Zudem sehe ich mit Hitler auch wieder Menschen kommen, die mir ähnlich sind“.</i> In: ders.: <i>Die Universität Heidelberg auf dem Weg in das „Dritte Reich“. Arnold Paul Ruge, Philipp Lenard – Emil Julius Gumbel</i>, Universitätsbibliothek Heidelberg, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-948083-37-3, S. 59–83.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Philipp_Lenard?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Philipp Lenard</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118779397">Literatur von und über Philipp Lenard</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://purl.org/pressemappe20/folder/pe/011234">Zeitungsartikel über Philipp Lenard</a> in den <a href="Pressearchiv_20._Jahrhundert" title="Pressearchiv 20. Jahrhundert">Historischen Pressearchiven</a> der <a href="ZBW_%E2%80%93_Leibniz-Informationszentrum_Wirtschaft" title="ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft">ZBW</a></li>
<li>Kai-Britt Albrecht: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dhm.de/lemo/biografie/philipp-lenard"><span style="font-style:italic;">Philipp Lenard.</span></a> Tabellarischer Lebenslauf im <a href="Lebendiges_Museum_Online" title="Lebendiges Museum Online">LeMO</a> (<a href="Deutsches_Historisches_Museum" title="Deutsches Historisches Museum">DHM</a> und <a href="Haus_der_Geschichte" title="Haus der Geschichte">HdG</a>)</li>
<li>Charlotte Schönbeck: <cite style="font-style:italic">Lenard, Philipp</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>14</span>. Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>193–195</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd118779397.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Philipp+Lenard&rft.atitle=Lenard%2C+Philipp&rft.au=Charlotte+Sch%C3%B6nbeck&rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&rft.date=1985&rft.genre=book&rft.isbn=3428001958&rft.pages=193-195&rft.place=Berlin&rft.pub=Duncker+%26+Humblot&rft.volume=14" style="display:none"> </span></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nobelprize.org/prizes/physics/1905/summary/">Informationen</a> der <a href="Nobelpreis" title="Nobelpreis">Nobelstiftung</a> zur Preisverleihung 1905 an Philipp Lenard (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://bibliothek.bbaw.de/kataloge/literaturnachweise/lenard/literatur.pdf">Philipp Lenard, Ausgewählte Literaturnachweise, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin 2002</a> (<a href="PDF" class="mw-redirect" title="PDF">PDF</a>). (52 kB)</li>
<li>Stefan L. Wolff: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.deutsches-museum.de/fileadmin/Content/010_DM/050_Forschung/020_Forschung_Mitarbeiter/Wolff_01.pdf">Physiker im „Krieg der Geister“</a></i>, Münchner Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte, München 2001 (PDF-Datei; 152 kB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/philipp-eduard-anton-von-lenard/">Philipp Eduard Anton von Lenard</a> Eintrag bei der <a href="Acad%C3%A9mie_royale_des_Sciences%2C_des_Lettres_et_des_Beaux-Arts_de_Belgique" class="mw-redirect" title="Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique">Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique</a> (französisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-blutmäßig-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-blutmäßig_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-blutmäßig_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Philipp Lenard: <i>Deutsche Physik in vier Bänden</i>, München 1936, Bd. I, Vorwort S. IX; gleichzeitig u. a. auch veröffentlicht in der Zeitschrift „Volk im Werden“, Heft 7 von 1936, S. 414, Sonderheft der Heidelberger Studentenschaft zum 550-jährigen Universitätsjubiläum; vollständig wiedergegeben in Joseph Braunbeck: <i>Der andere Physiker - Das Leben von Felix Ehrenhaft</i>, Technisches Museum Wien 2003, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=W8GVSqSvSTYC&pg=PA66">S. 66 f.</a>
<dl><dd><i>„Deutsche Physik“? wird man fragen. – Ich hätte auch arische Physik oder Physik der nordisch gearteten Menschen sagen können, Physik der Wirklichkeits-Ergründer, der Wahrheit-Suchenden, Physik derjenigen, die Naturforschung begründet haben. – „Die Wissenschaft ist und bleibt international!“ wird man mir einwenden wollen.</i></dd>
<dd><i>Dem liegt aber ein Irrtum zugrunde. In Wirklichkeit ist die Wissenschaft, wie alles, was Menschen hervorbringen, rassisch, blutmäßig bedingt. Ein Anschein von Internationalität kann entstehen, wenn aus der Allgemeingültigkeit der Ereignisse der Naturwissenschaft zu Unrecht auf allgemeinen Ursprung geschlossen wird oder wenn übersehen wird, dass die Völker verschiedener Länder, die Wissenschaft gleicher oder verwandter Art geliefert haben wie das deutsche Volk, dies nur deshalb und insofern konnten, weil sie ebenfalls vorwiegend nordischer Rassenmischung sind oder waren.</i></dd></dl>
</span></li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"> Ph. Lenard: <i>Ueber Katodenstrahlen in Gasen von atmosphärischem Druck und im äussersten Vacuum.</i> In: G. und E. Wiedemann (Hrsg.): <i>Annalen der Physik und Chemie.</i> Begründert von Poggendorf. Bd. 51, Heft 2, S. 225–267, Leipzig 1894, Vlg. Joh. Ambrosius Barth</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Gundolf_Keil" title="Gundolf Keil">Gundolf Keil</a>: <i>Robert Koch (1843–1910). Ein Essai.</i> In: <i>Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.</i> Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 73–109, hier: S. 98.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Peters/Weckbecker S. 61.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">E. Brüche, A. Recknagel: <i>Elektronengeräte</i>, Springer Vlg., 1941, S. 188 ff. </span>
</li>
<li id="cite_note-WestphalKLPH-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-WestphalKLPH_6-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wilhelm_H._Westphal_(Physiker)" title="Wilhelm H. Westphal (Physiker)">Wilhelm H. Westphal</a>: [1948] <i>Kleines Lehrbuch der Physik</i>. 2. Auflage, Springer Heidelberg 1953; S. 223 ff. (§§ 232–234) zu Stw. „Versagen des Wellenmodells des Lichts“.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Jörg Willer: <i>Fachdidaktik im Dritten Reich am Beispiel der Physik.</i> In: <i>Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.</i> Band 34, 2015, ISBN 978-3-86888-118-9, S. 105–121, hier: S. 105.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Philipp Lenard: <i>Über Äther und Uräther.</i> 2. Auflage, mit einem Mahnwort an deutsche Naturforscher. Leipzig 1922.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Sören Flachowsky: <i>Lenard Philipp</i>. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): <i>Handbuch des Antisemitismus - Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.</i> Band 2/1, de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-24072-0, S. 468f.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Philipp Lenard an Wilhelm Wien, 9. Januar 1927, WN. (= Wien-Nachlass?), In: van Dongen: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://philsci-archive.pitt.edu/archive/00003530/01/Rupp-final-2.pdf"><i>Emil Rupp, Albert Einstein and the Canal Ray Experiments on Wave-Particle Duality: Scientific Fraud and Theoretical Bias.</i></a> (PDF-Datei; 1,07 MB), S. 38ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-Zuck-11"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Zuck_11-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Zuck_11-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Zuck_11-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Carl Zuckmayer: <i>Als wär's ein Stück von mir</i>, Lizenzausgabe für die Bertelsmann-Gruppe, Gütersloh, 1966, S. 302–303</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Schriftliche Urteilsbegründung in der Disziplinarstrafsache gegen Carl Mierendorff aus Grossenhain wegen Störung der Sitte und Ordnung des akademischen Lebens, Heidelberg, den 13. August 1923 (Universitätsarchiv Heidelberg, B-8910 Mierendorff). Abgedruckt in: Peters/Weckbecker S. 70–72.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">siehe hierzu auch Wilhelm Güde, Das Verfahren vor dem Disziplinargericht der Universität Heidelberg gegen Carlo Mierendorff wegen seiner Beteiligung an der Erstürmung des Physikalischen Instituts der Universität. In: Rechtshistorische und andere Rundgänge. Festschrift für Detlev Fischer. Herausgegeben von Ulrich Falk, Markus Gehrlein, Gerhard Kreft und Markus Obert. Karlsruhe 2018, S. 207–218.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Georg Franz-Willing: <i>Putsch und Verbotszeit der Hitlerbewegung, November 1923 – Februar 1925.</i> <a href="Karl_Waldemar_Sch%C3%BCtz" class="mw-redirect" title="Karl Waldemar Schütz">K.W.Schütz-Verlag</a>, Preußisch Oldendorf 1977, ISBN 3-87725-085-8.</span>
</li>
<li id="cite_note-Klee366-15"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Klee366_15-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Klee366_15-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Klee366_15-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Klee366_15-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Ernst_Klee" title="Ernst Klee">Ernst Klee</a>: <i>Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945</i>. 2., aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 366.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wolfgang_U._Eckart" title="Wolfgang U. Eckart">Wolfgang U. Eckart</a>, <a href="Volker_Sellin" title="Volker Sellin">Volker Sellin</a>, <a href="Eike_Wolgast" title="Eike Wolgast">Eike Wolgast</a>: <i>Die Universität Heidelberg im Nationalsozialismus</i>, hier zu Philipp Lenard: Charlotte Schönbeck: Physik, Springer Heidelberg Berlin 2006, S. 1087–1151, ISBN 978-3-540-21442-7. </span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Dresdner Neueste Nachrichten vom 18. Oktober 1936, S. 13.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25460555</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.haw.uni-heidelberg.de/akademie/member.en.html?id=523"><i>Mitglieder der HAdW seit ihrer Gründung im Jahr 1909.</i></a> Philipp Lenard. Heidelberger Akademie der Wissenschaften,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 23. Juni 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APhilipp+Lenard&rft.title=Mitglieder+der+HAdW+seit+ihrer+Gr%C3%BCndung+im+Jahr+1909&rft.description=Mitglieder+der+HAdW+seit+ihrer+Gr%C3%BCndung+im+Jahr+1909&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.haw.uni-heidelberg.de%2Fakademie%2Fmember.en.html%3Fid%3D523&rft.publisher=Heidelberger+Akademie+der+Wissenschaften"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Woldemar Voigt: <i>Physikalische Forschung und Lehre in Deutschland während der letzten hundert Jahre</i>, Festrede im Namen der Georg-August-Universität zur Jahresfeier der Universität am 5. Juni 1912, Göttingen 1912.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Grimsehl-Tomaschek: <i>Lehrbuch der Physik</i> (<a href="Ernst_Grimsehl" title="Ernst Grimsehl">Grimsehls</a> Lehrbuch der Physik neu bearbeitet von Rudolf Tomaschek), Band II, Teil 2: <i>Materie und Äther</i>, Leipzig/Berlin 1938, 8. Auflage, S. 229 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Grimsehl-Tomaschek: <i>Lehrbuch der Physik</i> (Grimsehls Lehrbuch der Physik neu herausgegeben von Rudolf Tomaschek), Band II, Teil 2: <i>Materie und Äther</i>, Leipzig/Berlin 1938, 8. Auflage, S. 430.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Arne Schirrmacher: <i>Philipp Lenard: Erinnerungen eines Naturforschers. Kritische annotierte Ausgabe des Originaltyposkriptes von 1931/1943.</i> 2010, S. 8.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Jörg Willer: <i>Fachdidaktik im Dritten Reich am Beispiel der Physik.</i> In: <i>Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.</i> Band 34, 2015 (2016), ISBN 978-3-86888-118-9, S. 105–121, hier: S. 105.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Jörg Willer: <i>Fachdidaktik im Dritten Reich am Beispiel der Physik.</i> 2015 (2016), S. 108.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Seefeld 1942–1943.</i> Tagungsnotizen und -berichte, <a href="Samuel_Abraham_Goudsmit" title="Samuel Abraham Goudsmit">Samuel A. Goudsmit</a> Papers, Series IV, Box 25, Folder 12: <a href="Alsos-Mission" title="Alsos-Mission">Alsos-Mission</a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://repository.aip.org/islandora/object/nbla:253079#page/46/mode/2up">online</a> auf der Website des <a href="American_Institute_of_Physics" title="American Institute of Physics">American Institute of Physics</a>, Niels Bohr Library & Archives.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ici.radio-canada.ca/nouvelle/732607/changement-noms-rues-nazisme-gatineau"><i>Des noms de rues associés au nazisme disparaissent à Gatineau</i> (Französisch)</a> radio-canada.ca, abgerufen am 15. März 2024.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Hindenburgplatz-in-Luebeck-wird-umbenannt"><i>Lübecks Hindenburgplatz wird umbenannt.</i></a> ln-online.de, 1. Februar 2019.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.luebeck.de/de/stadtleben/kultur/stadtarchiv/streitsache-strassennamen/rosalind-franklin-weg.html"><i>Rosalind-Franklin-Weg, vormals Lenardweg</i></a> luebeck.de, abgerufen am 15. März 2024.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://planetarynames.wr.usgs.gov/Feature/14503">Philipp Lenard</a> im <i>Gazetteer of Planetary Nomenclature</i> der <a href="Internationale_Astronomische_Union" title="Internationale Astronomische Union">IAU</a> (WGPSN) / <a href="United_States_Geological_Survey" title="United States Geological Survey">USGS</a></span>
</li>
</ol>
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<div class="klappleiste-kopf"><a href="Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4ger_f%C3%BCr_Physik" title="Liste der Nobelpreisträger für Physik">Träger des Nobelpreises für Physik</a></div>
<div class="klappleiste-inhalt mw-collapsible-content">
<p>1901: <a href="Wilhelm_Conrad_R%C3%B6ntgen" title="Wilhelm Conrad Röntgen">Röntgen</a> |
1902: <a href="Hendrik_Antoon_Lorentz" title="Hendrik Antoon Lorentz">Lorentz</a>, <a href="Pieter_Zeeman" title="Pieter Zeeman">Zeeman</a> |
1903: <a href="Henri_Becquerel" title="Henri Becquerel">Becquerel</a>, <a href="Marie_Curie" title="Marie Curie">M. Curie</a>, <a href="Pierre_Curie" title="Pierre Curie">P. Curie</a> |
1904: <a href="John_Strutt%2C_3._Baron_Rayleigh" title="John Strutt, 3. Baron Rayleigh">Rayleigh</a> |
1905: <a class="mw-selflink selflink">Lenard</a> |
1906: <a href="Joseph_John_Thomson" title="Joseph John Thomson">J. J. Thomson</a> |
1907: <a href="Albert_Abraham_Michelson" title="Albert Abraham Michelson">Michelson</a> |
1908: <a href="Gabriel_Lippmann" title="Gabriel Lippmann">Lippmann</a> |
1909: <a href="Ferdinand_Braun" title="Ferdinand Braun">Braun</a>, <a href="Guglielmo_Marconi" title="Guglielmo Marconi">Marconi</a> |
1910: <a href="Johannes_Diderik_van_der_Waals" title="Johannes Diderik van der Waals">van der Waals</a> |
1911: <a href="Wilhelm_Wien" title="Wilhelm Wien">Wien</a> |
1912: <a href="Gustaf_Dal%C3%A9n" title="Gustaf Dalén">Dalén</a> |
1913: <a href="Heike_Kamerlingh_Onnes" title="Heike Kamerlingh Onnes">Kamerlingh Onnes</a> |
1914: <a href="Max_von_Laue" title="Max von Laue">Laue</a> |
1915: <a href="William_Henry_Bragg" title="William Henry Bragg">W. H. Bragg</a>, <a href="William_Lawrence_Bragg" title="William Lawrence Bragg">W. L. Bragg</a> |
1916: <i>nicht verliehen</i> |
1917: <a href="Charles_Glover_Barkla" title="Charles Glover Barkla">Barkla</a> |
1918: <a href="Max_Planck" title="Max Planck">Planck</a> |
1919: <a href="Johannes_Stark" title="Johannes Stark">Stark</a> |
1920: <a href="Charles_%C3%89douard_Guillaume" title="Charles Édouard Guillaume">Guillaume</a> |
1921: <a href="Albert_Einstein" title="Albert Einstein">Einstein</a> |
1922: <a href="Niels_Bohr" title="Niels Bohr">N. Bohr</a> |
1923: <a href="Robert_Andrews_Millikan" title="Robert Andrews Millikan">Millikan</a> |
1924: <a href="Manne_Siegbahn" title="Manne Siegbahn">M. Siegbahn</a> |
1925: <a href="James_Franck" title="James Franck">Franck</a>, <a href="Gustav_Hertz" title="Gustav Hertz">Hertz</a> |
1926: <a href="Jean_Perrin" title="Jean Perrin">Perrin</a> |
1927: <a href="Arthur_Holly_Compton" title="Arthur Holly Compton">Compton</a>, <a href="Charles_Thomson_Rees_Wilson" title="Charles Thomson Rees Wilson">C. T. R. Wilson</a> |
1928: <a href="Owen_Willans_Richardson" title="Owen Willans Richardson">O. W. Richardson</a> |
1929: <a href="Louis_de_Broglie" title="Louis de Broglie">de Broglie</a> |
1930: <a href="C._V._Raman" title="C. V. Raman">Raman</a> |
1931: <i>nicht verliehen</i> |
1932: <a href="Werner_Heisenberg" title="Werner Heisenberg">Heisenberg</a> |
1933: <a href="Erwin_Schr%C3%B6dinger" title="Erwin Schrödinger">Schrödinger</a>, <a href="Paul_Dirac" title="Paul Dirac">Dirac</a> |
1934: <i>nicht verliehen</i> |
1935: <a href="James_Chadwick" title="James Chadwick">Chadwick</a> |
1936: <a href="Victor_Franz_Hess" title="Victor Franz Hess">Hess</a>, <a href="Carl_David_Anderson" title="Carl David Anderson">C. D. Anderson</a> |
1937: <a href="Clinton_Davisson" title="Clinton Davisson">Davisson</a>, <a href="George_Paget_Thomson" title="George Paget Thomson">G. P. Thomson</a> |
1938: <a href="Enrico_Fermi" title="Enrico Fermi">Fermi</a> |
1939: <a href="Ernest_Lawrence" title="Ernest Lawrence">Lawrence</a> |
1940–1942: <i>nicht verliehen</i> |
1943: <a href="Otto_Stern_(Physiker)" title="Otto Stern (Physiker)">Stern</a> |
1944: <a href="Isidor_Isaac_Rabi" title="Isidor Isaac Rabi">Rabi</a> |
1945: <a href="Wolfgang_Pauli" title="Wolfgang Pauli">Pauli</a> |
1946: <a href="Percy_Williams_Bridgman" title="Percy Williams Bridgman">Bridgman</a> |
1947: <a href="Edward_Victor_Appleton" title="Edward Victor Appleton">Appleton</a> |
1948: <a href="Patrick_Blackett%2C_Baron_Blackett" title="Patrick Blackett, Baron Blackett">Blackett</a> |
1949: <a href="Hideki_Yukawa" title="Hideki Yukawa">Yukawa</a> |
1950: <a href="Cecil_Powell" title="Cecil Powell">Powell</a> |
1951: <a href="John_Cockcroft" title="John Cockcroft">Cockcroft</a>, <a href="Ernest_Walton" title="Ernest Walton">Walton</a> |
1952: <a href="Felix_Bloch" title="Felix Bloch">Bloch</a>, <a href="Edward_Mills_Purcell" title="Edward Mills Purcell">Purcell</a> |
1953: <a href="Frits_Zernike" title="Frits Zernike">Zernike</a> |
1954: <a href="Max_Born" title="Max Born">Born</a>, <a href="Walther_Bothe" title="Walther Bothe">Bothe</a> |
1955: <a href="Willis_Eugene_Lamb" title="Willis Eugene Lamb">Lamb</a>, <a href="Polykarp_Kusch" title="Polykarp Kusch">Kusch</a> |
1956: <a href="William_Bradford_Shockley" title="William Bradford Shockley">Shockley</a>, <a href="John_Bardeen" title="John Bardeen">Bardeen</a>, <a href="Walter_Houser_Brattain" title="Walter Houser Brattain">Brattain</a> |
1957: <a href="Chen_Ning_Yang" title="Chen Ning Yang">Yang</a>, <a href="Tsung-Dao_Lee" title="Tsung-Dao Lee">T.-D. Lee</a> |
1958: <a href="Pawel_Alexejewitsch_Tscherenkow" title="Pawel Alexejewitsch Tscherenkow">Tscherenkow</a>, <a href="Ilja_Michailowitsch_Frank" title="Ilja Michailowitsch Frank">Frank</a>, <a href="Igor_Jewgenjewitsch_Tamm" title="Igor Jewgenjewitsch Tamm">Tamm</a> |
1959: <a href="Emilio_Segr%C3%A8" title="Emilio Segrè">Segrè</a>, <a href="Owen_Chamberlain" title="Owen Chamberlain">Chamberlain</a> |
1960: <a href="Donald_Arthur_Glaser" title="Donald Arthur Glaser">Glaser</a> |
1961: <a href="Robert_Hofstadter" title="Robert Hofstadter">Hofstadter</a>, <a href="Rudolf_M%C3%B6%C3%9Fbauer" title="Rudolf Mößbauer">Mößbauer</a> |
1962: <a href="Lew_Dawidowitsch_Landau" title="Lew Dawidowitsch Landau">Landau</a> |
1963: <a href="Eugene_Paul_Wigner" title="Eugene Paul Wigner">Wigner</a>, <a href="Maria_Goeppert-Mayer" title="Maria Goeppert-Mayer">Goeppert-Mayer</a>, <a href="Johannes_Hans_Daniel_Jensen" title="Johannes Hans Daniel Jensen">Jensen</a> |
1964: <a href="Charles_Hard_Townes" title="Charles Hard Townes">Townes</a>, <a href="Nikolai_Gennadijewitsch_Bassow" title="Nikolai Gennadijewitsch Bassow">Bassow</a>, <a href="Alexander_Michailowitsch_Prochorow" title="Alexander Michailowitsch Prochorow">Prochorow</a> |
1965: <a href="Richard_Feynman" title="Richard Feynman">Feynman</a>, <a href="Julian_Seymour_Schwinger" title="Julian Seymour Schwinger">Schwinger</a>, <a href="Shin%E2%80%99ichir%C5%8D_Tomonaga" title="Shin’ichirō Tomonaga">Tomonaga</a> |
1966: <a href="Alfred_Kastler" title="Alfred Kastler">Kastler</a> |
1967: <a href="Hans_Bethe" title="Hans Bethe">Bethe</a> |
1968: <a href="Luis_Walter_Alvarez" title="Luis Walter Alvarez">Alvarez</a> |
1969: <a href="Murray_Gell-Mann" title="Murray Gell-Mann">Gell-Mann</a> |
1970: <a href="Hannes_Alfv%C3%A9n" title="Hannes Alfvén">Alfvén</a>, <a href="Louis_N%C3%A9el" title="Louis Néel">Néel</a> |
1971: <a href="Dennis_G%C3%A1bor" title="Dennis Gábor">Gábor</a> |
1972: <a href="John_Bardeen" title="John Bardeen">Bardeen</a>, <a href="Leon_Neil_Cooper" title="Leon Neil Cooper">Cooper</a>, <a href="John_Robert_Schrieffer" title="John Robert Schrieffer">Schrieffer</a> |
1973: <a href="Leo_Esaki" title="Leo Esaki">Esaki</a>, <a href="Ivar_Giaever" title="Ivar Giaever">Giaever</a>, <a href="Brian_David_Josephson" title="Brian David Josephson">Josephson</a> |
1974: <a href="Martin_Ryle" title="Martin Ryle">Ryle</a>, <a href="Antony_Hewish" title="Antony Hewish">Hewish</a> |
1975: <a href="Aage_Niels_Bohr" title="Aage Niels Bohr">A. N. Bohr</a>, <a href="Ben_Mottelson" title="Ben Mottelson">Mottelson</a>, <a href="James_Rainwater" title="James Rainwater">Rainwater</a> |
1976: <a href="Burton_Richter" title="Burton Richter">Richter</a>, <a href="Samuel_Chao_Chung_Ting" title="Samuel Chao Chung Ting">Ting</a> |
1977: <a href="Philip_Warren_Anderson" title="Philip Warren Anderson">P. W. Anderson</a>, <a href="Nevill_Francis_Mott" title="Nevill Francis Mott">Mott</a>, <a href="John_Hasbrouck_Van_Vleck" title="John Hasbrouck Van Vleck">Van Vleck</a> |
1978: <a href="Pjotr_Leonidowitsch_Kapiza" title="Pjotr Leonidowitsch Kapiza">Kapiza</a>, <a href="Arno_Penzias" title="Arno Penzias">Penzias</a>, <a href="Robert_Woodrow_Wilson" title="Robert Woodrow Wilson">R. W. Wilson</a> |
1979: <a href="Sheldon_Lee_Glashow" title="Sheldon Lee Glashow">Glashow</a>, <a href="Abdus_Salam" title="Abdus Salam">Salam</a>, <a href="Steven_Weinberg" title="Steven Weinberg">Weinberg</a> |
1980: <a href="James_Cronin" title="James Cronin">Cronin</a>, <a href="Val_Fitch" title="Val Fitch">Fitch</a> |
1981: <a href="Nicolaas_Bloembergen" title="Nicolaas Bloembergen">Bloembergen</a>, <a href="Arthur_Leonard_Schawlow" title="Arthur Leonard Schawlow">Schawlow</a>, <a href="Kai_Siegbahn" title="Kai Siegbahn">K. Siegbahn</a> |
1982: <a href="Kenneth_Wilson" title="Kenneth Wilson">K. Wilson</a> |
1983: <a href="Subrahmanyan_Chandrasekhar" title="Subrahmanyan Chandrasekhar">Chandrasekhar</a>, <a href="William_Alfred_Fowler" title="William Alfred Fowler">Fowler</a> |
1984: <a href="Carlo_Rubbia" title="Carlo Rubbia">Rubbia</a>, <a href="Simon_van_der_Meer" title="Simon van der Meer">van der Meer</a> |
1985: <a href="Klaus_von_Klitzing" title="Klaus von Klitzing">von Klitzing</a> |
1986: <a href="Ernst_Ruska" title="Ernst Ruska">Ruska</a>, <a href="Gerd_Binnig" title="Gerd Binnig">Binnig</a>, <a href="Heinrich_Rohrer" title="Heinrich Rohrer">Rohrer</a> |
1987: <a href="Georg_Bednorz" title="Georg Bednorz">Bednorz</a>, <a href="Karl_Alexander_M%C3%BCller" title="Karl Alexander Müller">Müller</a> |
1988: <a href="Leon_Max_Lederman" title="Leon Max Lederman">Lederman</a>, <a href="Melvin_Schwartz" title="Melvin Schwartz">Schwartz</a>, <a href="Jack_Steinberger" title="Jack Steinberger">Steinberger</a> |
1989: <a href="Wolfgang_Paul_(Physiker)" title="Wolfgang Paul (Physiker)">Paul</a>, <a href="Hans_Georg_Dehmelt" title="Hans Georg Dehmelt">Dehmelt</a>, <a href="Norman_Ramsey" title="Norman Ramsey">Ramsey</a> |
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1991: <a href="Pierre-Gilles_de_Gennes" title="Pierre-Gilles de Gennes">de Gennes</a> |
1992: <a href="Georges_Charpak" title="Georges Charpak">Charpak</a> |
1993: <a href="Russell_Hulse" title="Russell Hulse">Hulse</a>, <a href="Joseph_Hooton_Taylor%2C_Jr." title="Joseph Hooton Taylor, Jr.">J. H. Taylor</a> |
1994: <a href="Bertram_Brockhouse" title="Bertram Brockhouse">Brockhouse</a>, <a href="Clifford_Shull" title="Clifford Shull">Shull</a> |
1995: <a href="Martin_Lewis_Perl" title="Martin Lewis Perl">Perl</a>, <a href="Frederick_Reines" title="Frederick Reines">Reines</a> |
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2000: <a href="Schores_Iwanowitsch_Alfjorow" title="Schores Iwanowitsch Alfjorow">Alfjorow</a>, <a href="Herbert_Kroemer" title="Herbert Kroemer">Kroemer</a>, <a href="Jack_Kilby" title="Jack Kilby">Kilby</a> |
2001: <a href="Eric_Allin_Cornell" title="Eric Allin Cornell">Cornell</a>, <a href="Wolfgang_Ketterle" title="Wolfgang Ketterle">Ketterle</a>, <a href="Carl_Edwin_Wieman" title="Carl Edwin Wieman">Wieman</a> |
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2004: <a href="David_Gross" title="David Gross">Gross</a>, <a href="David_Politzer" title="David Politzer">Politzer</a>, <a href="Frank_Wilczek" title="Frank Wilczek">Wilczek</a> |
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